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Die wirtschaftliche Bedeutung der Krankenhäuser

Im Land Bremen gibt es 14 kommunale, freigemeinnützige und private Krankhäuser mit zur Zeit ca. 5800 Betten bzw. Behandlungsplätzen. 2010 wurden ca. 250.000 Fälle voll- und teilstationär, sowie im Rahmen des ambulanten Operierens behandelt. Insgesamt machten die Krankenhäuser in diesem Jahr einen Jahresumsatz in Höhe von ca. 850 Mio. €.

Die Krankenhäuser leisten somit mit ihren Beschäftigten und ihrem Umsatz einen wichtigen Beitrag für den Arbeitsmarkt und den Wirtschaftsstandort Bremen. Insgesamt waren in den Krankenhäusern 2010 ca. 11.300 Menschen beschäftigt. Hier ist die Entwicklung seit einigen Jahren leicht rückläufig. Der Anteil der im Krankenhausbereich beschäftigten Menschen an der Gesamtbevölkerung Bremens betrug somit 2,2%, der Anteil der im gesamten Gesundheitswesen beschäftigten Menschen (ca. 35.000) an der Gesamtbevölkerung beträgt sogar 6,1%.
Damit ist Bremen das Bundesland, das im Ländervergleich den größten Bevölkerungsanteil Vollbeschäftigter in der Gesundheitsbranche hat (zum Vergleich: in der Bauindustrie Bremens sind ca. 11.300 Arbeitnehmer beschäftigt).

Der Entwicklungsverlauf der letzten Jahre zeichnet sich auch in Bremen – entsprechend dem Bundestrend – durch eine rückläufige Zahl der Einrichtungen, Bettenzahlen und Liegezeiten bei gleichzeitigem Anstieg der Patientenzahlen aus. Gab es im Jahr 1995 im Land Bremen noch 6.955 aufgestellte Betten, hat sich diese Anzahl bis zum Jahre 2010 schrittweise auf 5.224 Krankhausbetten (-24,9%) reduziert. Im gleichen Zeitraum ist jedoch die Fallzahl der vollstationär behandelten Patienten in den Bremer Krankenhäusern von 179.777 auf 202.111, also um 12,4% gestiegen. Trotz der geringen Verweildauer von 7,7 Tagen liegt die durchschnittliche Bettenauslastung in Bremen mit 77,7% geringfügig über dem Bundesdurchschnitt von 77,4 %.

Grafik zur Entwicklung des Personals in Krankenhäusern des Landes Bremen 1992 bis 2010
Krankenhauspersonal 1992 bis 2010

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die Bremer Krankenhäuser nicht nur unter Versorgungsaspekten, sondern auch als wichtiger Wirtschaftsfaktor und Beschäftigungsträger eine herausragende Rolle spielen. So entspricht das Lohnsteueraufkommen aller im Jahre 2010 im Krankenhauswesen beschäftigten 11.282 Mitarbeitern ca. 280 Mio. € im Jahr. Steuereinnahmen und aus Gehältern generierte Kaufkraft leisten somit einen erheblichen Beitrag zur Finanzkraft Bremens.