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Seit 1976: weniger Betten, mehr Patienten, kürzere Liegezeiten

Während die Jahre vor 1980 durch einen allgemeinen Ausbau des Krankenhauswesens mit Krankenhausneubauten und Bettenaufstockungen bestimmt waren, ist der darauf folgende Zeitraum bis heute geprägt von der Anpassung der Krankenhausbetten an einen im allgemeinen rückläufigen Bedarf. Die hauptsächlichen Ursachen für die Bettenreduzierung liegen in der Senkung der Verweildauer und der Bevölkerungsentwicklung. Trotz eines zwischenzeitlichen Wiederanstiegs der Bevölkerungszahlen (von 1989 bis 1996) leben im Lande Bremen zur Zeit ca. 78.500 Menschen weniger als noch vor fast 40 Jahren (1971: über 739.000 Einwohner, im Jahr 2010: ca. 660.500 Einwohner).

Grafik zum Bettenabbau in der Stadt Bremen von 1976 bis 2010
Entwicklung der Betten in der Stadt Bremen
Grafik zum Bettenabbau in der Stadt Bremerhaven von 1976 bis 2010
Entwicklung der Betten in der Stadt Bremerhaven

In der Stadt Bremen wurden seit 1976 insgesamt 2.905 Planbetten abgebaut (alle folgenden Zahlen vollstationär und einschließlich der Psychiatrie). Dies ist immerhin ein Rückgang um mehr als 40 %.
In der Stadt Bremerhaven ist der Planbettenbestand von 1976 bis 2010 um 391 zurückgegangen. Hier liegt der Rückgang folglich bei 25 %.
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Grafik zur Steigerung der Fallzahlen in der Stadt Bremen von 1976 bis 2010
Entwicklung der Aufnahmen in der Stadt Bremen

Insgesamt hat die Zahl der Krankenhausfälle im Land Bremen in den zurückliegenden 35 Jahren erheblich zugenommen. In der Stadt Bremen lag sie im Jahr 2010 bei 167.200 und damit um ca. 50.400 über dem Stand in 1976. In Bremerhaven wurden im Jahr 2010 47.822 Patienten behandelt, ca. 16.800 mehr als 1976. Ungefähr jede 3. Aufnahme in den Krankenhäusern im Land Bremen entfällt auf Patienten aus dem niedersächsischen Umland.
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Grafik zur Steigerung der Fallzahlen in Bremerhaven von 1976 bis 2010
Entwicklung der Aufnahmen in der Stadt Bremerhaven

Wie bereits erwähnt, ist der Rückgang der Verweildauer eine der Hauptursachen für den sinkenden Bettenbedarf. So hat sich die durchschnittliche Liegedauer der Patienten in den Krankenhäusern im Land Bremen seit 1976 mehr als halbiert. Im Jahr 2010 lag die Verweildauer im Schnitt nur noch bei ca. 7 Tagen. Im Jahr 1976 verweilten die Patienten im Durchschnitt noch 19 Tage im Krankenhaus.